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Nach zwei großartigen Konzertwochenenden in den letzten beiden Jahren präsentierte der Verein zur Förderung der Musik in Lindlar e.V. in Zusammenarbeit mit LindlarKultur und mit großzügiger Unterstützung der Volksbank Wipperfürth - Lindlar eG nun im dritten Jahr das Musikevent „klangräume lindlar“ mit einem wieder hochkarätigen Programm. 
Unter dem Slogan „pop I party I power“ präsentierte sich Lindlar am vergangenen Wochenende ganz im Fokus der Pop-, Beat- und Rockmusik. 

Die pop-night – Clubbing in Lindlar

Den Auftakt des hochkarätigen Musikvergnügens bildete am Freitag, den 21. September 2012 die „Pop-Night“: In sechs Lindlarer Gaststätten rund um die Kirche fanden Auftritte von Bands und Solisten nicht nur aus Lindlar statt. Bereits auf dem Weg in die Lindlarer Ortsmitte waren musikalische Klänge zu vernehmen. Aufgrund der wärmeren Temperaturen in den gut gefüllten Sälen hatten viele „Klangräume“ ihre Türen geöffnet, sodass die Musik nach draußen drang und Pop und Rock pur, live und hautnah im Lindlarer Ortskern zu erleben war.


Das Schilftiger Trash Kollektiv – ihr Markenzeichen: individuell bedruckte, neongelbe Warnwesten – faszinierte im Gasthof „Zur Helling“ ihr Publikum mit absurden Texten, spannenden Geschichten, abwegigen Ideen, die jedoch für einen Ohrwurm sorgten. Dass bei ihnen Spaß und Unterhaltung der Zuhörer im Vordergrund steht, zeigten sie mit „Unfug auf hohem, musikalischen Niveau“ bevor „The Hurricanes“ den weiteren Abend gestalteten. Mit ihrer selbst komponierten Musik zwischen Rock, Ska, Pop, Funk und Reggae überzeugten die Finalrunden Teilnehmer des kürzlich stattgefundenen Emergenza-Wettbewerbs in Köln ihre Zuhörer.

Im „Alten Amtshaus“  faszinierte das Trio Black Cat Combo als Gewinner des im letzten Jahr vom Förderverein Musik ausgerichteten Lindlarer-Jugend-Bandwettbewerbes mit  spannungsreichen Improvisationen zwischen Klavier, Schlagzeug und Posaune im musikalischen Rockabilly-Stil.


Im Restaurant Biesenbach fesselte Jürgen Schwarz sein Publikum als Schwarzgesang mit Gesang und gefühlvollem Akustikgitarren-Sound, bevor die Musiker von NOYS'R'US ihren Zuhörern bekannte Lieder der letzten 30 Jahre in gehaltvollem Groove und Funk-Sound darboten.


Die Coverrock-Band Nexxt Level spielte im „Plektron“ klassischen Coverrock wie beispielsweise Songs von Guns’N’Roses oder ZZ-Top mit eigenem Charakter. Hier versammelten sich auch weit mehr Zuhörer als in die Lokalität hineinpassten und genossen in der Außengastronomie bei einem Glas Wein oder Bier den musikalischen Abend mit Rock-Coversongs. 


„first steps“ heißt der erste Tonträger von ZAGO, die ihr Publikum im Brauhaus am Kirchplatz gefunden hatten. Die fünf Musiker begeisterten mit eigenem Musikstil, in dem sich jeder wiederfinden kann, wie beispielsweise bei „Anna“ – einem ihrer Songs, bei dem es darum geht, authentisch zu bleiben und den anderen anzunehmen wie er ist.


Die sieben Musiker von Sound of Seven begeisterten durch den puren Sound und die markanten Stimmen: Mit 100 % „handgemachter“ Live-Musik, markanten Stimmen und einer aktuellen Covertitel-Auswahl aus Rock und Pop sorgten die sieben leidenschaftlichen Musiker von Sound of Seven dafür, dass im Café Elan der „Funke übersprang“.

Die Musiker fanden auch nach Mitternacht noch kein Ende, so dass sich, nach Ende aller anderen Konzerte, das musikalische Publikum nach und nach hier zum „Finale“ einfand. 
„Wir haben drei Ziele“, erläutert Werner Sülzer vom Förderverein für Musik in Lindlar. „Zum einen wollen wir die Lindlarer und auch Gäste aus der Region unterhalten, zum anderen wollen wir der Jugend eine Auftrittsplattform bieten und zudem wollen wir damit Kultur nach Lindlar bringen und das klappt immer besser“.

Das live-konzert I – Pop, Party und Power

Der Samstagabend stand ganz im Zeichen des „Beats“.  Das Publikum erlebte mit der Beatles-Revival Band im Kulturzentrum Lindlar eine Zeitreise durch die Beat-Musik der Beatles.


Passend zum 50. Geburtstag der ersten Beatles Single „Love me do“ sorgte das „zweitbeste Original“ dafür, dass die Gäste musikalisch und optisch zum Ursprung der Pop-Musik gelangten. „In Lindlar kümmert man sich um die Jugend und auch um die Alten, deswegen kümmern wir uns um die Generation dazwischen“, begründet Werner Sülzer den Schritt, den Samstagabend in eine Beat-Party zu verwandeln. Im Original-Look der ersten Beatles-Jahre von den liebenswerten Jungs vom Mersey River in ihren mausgrauen Konfektionsanzügen bis zu den abgedrehten Hippies der späten Sechziger mit dunklem Anzug und Krawatte startete die Band ihr Konzert.

Es waren zwar keine kreischenden Teenies wie vor 50 Jahren zu hören, aber einige sprangen von ihren Stühlen auf und bewegten sich, denn Tanzen war ausdrücklich erwünscht. 
Und so spielte die Band einen Song nach dem anderen, von Yesterday zu Come together, und von Day Tripper bis zur Zugabe im Sgt. Pepper Look „Love me do“. Die Beatlemania ist neu ausgebrochen. Zwar fallen die Girls im Publikum nicht mehr in Ohnmacht, aber die Konzerte werden musikalische Traumstunden für Hunderttausende. Verzückt, manchmal mit Tränen in den Augen, lauschten junge und alte Fans den Evergreens der Fab Four, klatschen bei „Get Back“, tanzten bei „Twist and Shout“ und lagen sich bei „Hey Jude“ in den Armen. Die Beatles leben! – zumindest am Samstagabend.

Das live-konzert II – Pop- und Rockworkshops

Den musikalischen Schlusspunkt der „klangräume lindlar 2012“ bildete am Sonntag um 18.00 Uhr das Abschlusskonzert der Teilnehmer des „Pop- und Rockworkshops für Jugend- und Nachwuchsbands“ mit  dem Gitarristen und Komponisten Epaminondas Ladas im Kulturzentrum Lindlar. Seit vielen Jahren erteilt Epaminondas Ladas Gitarrenunterricht und arbeitet an verschiedenen Musikschulen, u.a. an der Max-Bruch-Musikschule in Bergisch Gladbach, erfolgreich mit Bands. Der Schwerpunkt seiner musikpädagogischen Arbeit liegt neben dem Jazz auf Rock und Pop.


Über einige Wochen hinweg hatten Bands sich bei dem Workshop wertvolle Tipps geben lassen. „Die meiste Arbeit war Struktur in die meist eigenen Songs der Band zu bringen“, so Epaminondas Ladas. „Dynamik, verschiedene Tempi, die Einteilung der Stücke in sogenannte musikalische Perioden (sogenannte Struktureinheit in Ablauf und Gliederung eines Musikstücks), und Erweiterung des Akkordverständnisses wie beispielsweise mit Akkordfärbungen durch Major-Akkorde waren Elemente, die wir erarbeitet haben“.

Und so überzeugten die Teilnehmer des Workshops die Besucher auf ganzer Linie mit ihrem Können. Von melancholischen, einfühlsamen Melodien im Stile eines Singer/Songwriters mit dem 20-jährigen Solokünstler „Mathias Braun“ an der Akustik-Gitarre, der damit sehr ehrliche Songs vortrug („Es ist schwierig den Leuten zu sagen, was man gerade fühlt – mit Musik ist das viel einfacher“), über gut präsentierte Riffs mit Gesang und kräftigen Drumbeats von der Teenie-Band „Hörbar“ bis hin zu melodischem Punk-Rock von „Secret Vaccine“ präsentierten die Teilnehmer des Workshops die Bandbreite der neu eingeübten Lieder, mit denen sie rund 60 Zuhörer begeisterten. „Blight“ aus Engelskirchen hatten neben alternativem Punkrock („wasted days“) auch eine einfühlsame Ballade im Gepäck.

Struktur in die Songs zu bekommen und sich auf den Schluss zu einigen war für Blight eines der wichtigen Erkenntnisse aus dem Workshop, den Eva-Maria Platz aus dem Vorstand des Fördervereins für Musik in Lindlar organisiert hatte. „Wir haben unsere Technik verbessert, unsere eigenen Songs haben feste Strukturen bekommen und wir haben Texte zur Musik geschrieben, aber vor allem hat es einen riesigen Spaß gemacht auch auf der Bühne zu spielen, denn auf der Bühne war die Aufregung direkt weg“, waren sich die 4 Jungs Sydney, Paul, Vincent und Jens im Alter von 10–12 Jahren einig.

Keine Zukunftsmusik: „klangräume lindlar 2012“

Musikbegeisterte Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam aktiv zu musizieren, Erfahrungen auszutauschen und bei Konzerten und Workshops erstklassigen Musikgenuss hautnah zu erleben – das ist die Idee von „klangräume lindlar“. Nach drei erfolgreichen Jahren von klangräume lindlar steht einer Fortsetzung im nächsten Jahr wohl nichts mehr im Wege – denn was schon dreimal stattgefunden hat, gilt im Rheinland als Tradition! Realisiert wurde dieses Musikerlebnis vom Förderverein Musik in Lindlar, von LindlarKultur und der Volksbank Wipperfürth - Lindlar eG als Premiumsponsor mit der Unterstützung vieler engagierter Helfer, die im Hintergrund agierten, sowie weiterer Sponsoren.

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